Bildung im Gesundheitswesen

Das Bildungswesen im Gesundheitswesen ist geprägt durch seine Vielfalt, was sowohl die inhaltlichen Qualitäten, wie auch die Anzahl und Form der Anbieter betrifft. In vielen Bereichen hat der Anwender die Möglichkeit unter 50 bis 60 Anbietern zu einem Thema zu wählen. Dabei müssen diese Anbieter nicht alle aus dem Gesundheitswesen stammen. Wir finden hier Werbeagenturen, Industrieanbieter, technische Überwachungsvereine und Privatpersonen. Es hat den Eindruck, das jeder zu jedem Thema berufen ist, etwas zu sagen und Angebote zu konzipieren.

Aber ist das hilfreich? Wird dem Nachfrager und vor allem dem Patienten, dem das Wissen zu gute kommen soll, damit tatsächlich geholfen? In der Regel eher nicht.

Was macht denn eine gute Qualifikation aus? Nehmen wir einmal einige wichtige Hinweise dazu unter die Lupe. Die Heilkundeübertragungsrichtlinie z. B. des Gemeinsamen Bundesausschusses. Hier wird definiert, was eine examinierte Pflegekraft wissen und können soll, damit sie Heilkunde substituieren kann. Hier wird natürlich ein sehr hohes Ziel formuliert, aber die Ansätze sind das, was aufhorchen läßt. Der GBA erwartet, dass diese Qualifikationen in ihrem Grund evident und wissenschaftlich gestützt sind und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse einfließen läßt. Das ist auch gut so, denn der Arzt muß gemäß SGB V seine Therapieziele ebenfalls so definieren und verfolgen.

Der zweite Hinweise ist die neue DIN EN 15224 - Norm zur Dienstleistungserbringung im Gesundheitswesen. Hier nehmen wir den Normpunkt 6 heraus. Dieser beschreibt die Anforderungen an die Qualifikation der Dienstleistungserbringer im Gesundheitswesen. Auch hier wird evidentes und wissenschaftlich gestütztes Wissen vorausgesetzt und zwar nicht nur für den Dienstleistungserbringer, sondern dieser hat auch sicherzustellen, dass Kooperationspartner, die in die Behandlung mit einbezogen werden, ebenfalls diese Kriterien erfüllen.

Haben wir denn überhaupt evidente und wissenschaftliche Qualifikatione im ausreichenden Maße im Gesundheitswesen? Die Frage muß wohl eindeutig verneint werden. Ein Gutachten des TÜV Austrias hat in einem Fachgebiet ergeben, dass die meisten Qualifikationen in Deutschland diesen Anspruch nicht erfüllen, somit also für den Patienten und den Anwender in der Regel "nicht sonderlich wertvoll" sind.

Wie könnte eine Lösung aussehen?

Indem sich die Gesundheitsanbieter auf konsentierte von Wissenschaft gestützte Qualifikationen konzentrieren. Diese entstehen zur Zeit in zunehmenden Maße auf Grundlage der DIN EN ISO 17024, der Norm für die Personenzertifizierung.

Dies ist der höchste Kompetenznachweis, den wir in Deutschland haben.

 

Solche Qualifikationen gibt es für den Bereich:

Wundbehandlung

  • Pflegesachverständige (beantragt)
  • Beatmungstherapie (Beantragung läuft)
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • etc.
Go to top